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Die Kernzeiten für die Behandlungen sind:
Montags - Freitags8:00 - 19:00 Uhr
Samstagsnach Vereinbarung

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Logopädie für Kinder und Jugendliche

Welche Anwendungsgebiete hat die Logopädie bei Kindern und Jugendlichen?

Wenn Kinder und Jugendliche eine logopädische Behandlung benötigen, kann das genau wie bei Erwachsenen viele verschiedene Gründe haben. Dazu gehören beispielsweise:

  • Sprachentwicklungsstörungen: Erst einzelne Wörter, dann kurze Sätze, mit drei bis vier Jahren die Grundprinzipien der Grammatik begreifen – Sprechen und Sprachverständnis entwickeln sich bei Kindern nach einem bestimmten Schema. Die einzelnen Schritte sollten dabei innerhalb einer gewissen Zeitspanne vollzogen sein. Dieser Prozess läuft bei einer Sprachentwicklungsstörung verzögert ab. Außerdem haben Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen ein erhöhtes Risiko, eine Lese-Rechtschreib-Schwäche zu entwickeln.
  • Artikulationsstörung: Bekanntestes Beispiel für eine Artikulationsstörung ist das Lispeln. Dabei haben die Kinder Schwierigkeiten, das S auszusprechen. Die für eine Artikulationsstörung charakteristischen Lautfehlbildungen können aber auch andere Laute betreffen. 
Lispeln geht häufig mit einer Schwäche der Muskulatur im Mundbereich einher (sogenannte myofunktionelle Schwäche). Deshalb tritt es öfter gemeinsam mit einem abweichenden Schluckmuster bei den Kindern auf.
  • Stimmstörungen: Wie bei Erwachsenen erstrecken sich die Symptome, unter denen Kinder mit einer Stimmstörung leiden, über eine heisere, raue Stimme bis hin zum Stimmausfall.
  • Hörstörungen: Wenn Kinder schlecht oder gar nicht hören können, verzögert das sehr oft die Sprachentwicklung: Sowohl die Fähigkeit zu Sprechen, als auch die Konzeptbildung und das Sprachverstehen sind häufig betroffen. Da die Probleme als Folge einer anderen Erkrankung – in diesem Fall einer Hörstörung – entstehen, spricht man im Fachjargon dann von einer sekundären Sprach- und Sprechstörung.
  • Störungen des Redeflusses: Störungen des Redeflusses machen sich durch Laut-, Silben- und Wortwiederholungen bemerkbar. Bekanntestes Beispiel ist das Stottern, unter dem nicht selten auch Erwachsene leiden.
  • Myofunktionelle StörungenEs handelt sich hierbei um eine schwache Muskulatur im Mund- und Gesichtsbereich, die oft zu einem falschen Schluckmuster führt, mit Auswirkungen z.B. auf die Zahnstellung. Außerdem kann es zu Aussprachefehlern, wie z.B. „Lispeln“, kommen.
  • auditive Verarbeitung- und Wahrnehmungsstörung (AVWS): Eine AVWS beeinträchtigt Funktionen, die den Kindern ermöglichen, auf Hörreize zu reagieren und/oder Sprache zu verstehen. Es gibt verschiedene Formen von AVWS, so dass die Symptome einer AVWS von Kind zu Kind unterschiedlich sind. Kinder mit AVWS können zwar leise Geräusche oder Töne ohne Probleme hören, jedoch wird das Gehörte und somit auch Sprache nicht in der regelrechten Form verarbeitet.
  • Funktionsstörungen im Mund- und Gesichtsbereich: Betroffen sind zum Beispiel Kinder mit angeborenen Fehlbildungen wie einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Darüber hinaus beeinträchtigen auch Fehlfunktionen der am Sprechvorgang beteiligten Muskeln – bedingt etwa durch Zahnfehlstellungen oder Kieferanomalien – die Aussprache.

Unser Behandlungsspektrum in der Logopädie für Kinder und Jugendliche umfasst alle Störungsbilder, die in den Bereichen Sprache und Sprechen, Schlucken und Mundmotorik, Hören und Stimmgebung sowie Lesen und Schreiben auftreten können. Wir behandeln Kinder und Jugendliche jeden Alters; unsere kleinsten Patienten kommen bereits im Alter von circa 2 Jahren, wenn beispielsweise die Sprachentwicklung ganz ausbleibt. Ab welchem Zeitpunkt eine logopädische Behandlung bei Kindern sinnvoll und notwendig ist, lässt sich in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt am besten in einer Diagnostik- und Beratungsstunde bei uns abklären. Generell gilt, dass eine logopädische Behandlung – in Abhängigkeit vom Störungsbild, aber auch von der Reife des Kindes – so frühzeitig wie möglich beginnen sollte, um einer Stagnation der Sprachentwicklung oder einer Festigung fehlerhafter Sprech-, Stimm- und Schluckmuster entgegenzuwirken.